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Willkommen auf der Internetseite des Kreisverbandes Lauenburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Hier finden Sie Informationen zum Kreisverband, zur Kreistagsfraktion und zu den grünen Ortsverbänden im Kreis Herzogtum Lauenburg. Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, kommen Sie doch gerne vorbei oder schreiben uns eine E-Mail.
E-Mail: kv.lauenburg(at)gruene.de, Marktstraße 8, 23879 Mölln.

Die älteren Einträge werden von Zeit zu Zeit in die Rubrik   Aktuelles – Rückblick verlagert. Texte zu Krümmel und zur Atomenergie finden sich über   Atomenergie unterhalb Themen.

Aktuelles

18. September: Atomkraft: Schluss jetzt!

Demonstrieren Sie mit!

Die Regierung will die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern – und im September darüber entscheiden. Wir widersetzen uns dieser unverantwortlichen Atompolitik. Wir wollen die Atomkraftwerke abschalten - und zwar jetzt! Am 18. September gehen wir mit zehntausenden Menschen in Berlin auf die Straße und umzingeln das Regierungsviertel. Demonstrieren Sie mit für das Ende der Atomenergie!

Ab Bergedorf, Geesthacht, Schwarzenbek und Ratzeburg, Mölln, Talkau bieten wir Busse zur Fahrt nach Berlin an. Ihre Plätze können Sie hier buchen.

7. September: Laufzeitverlängerung für das AKW Krümmel

Konstantin von Notz: 22 Jahre Laufzeit für Schrottreaktor – ein Skandal

Der Kreisverband ist schockiert von der Ankündigung der Bundesregierung, das Atomkraftwerk Krümmel bis 2033 in Betrieb zu halten.  Die Laufzeitverlängerung für diesen alten Pannenreaktor ist in höchsten Maße unverantwortlich. Der Betrieb der letzten Jahre und der Stillstand seit über 37 Monaten haben gezeigt, dass Vattenfall nicht in der Lage ist, die veraltete Technik auf einen aktuellen Stand zu bringen und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Niemand weiß wohin mit dem strahlenden Müll. Derzeit wird er auf dem Gelände des AKW bei Geesthacht gelagert. Das alles ist für die Bevölkerung in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg ein unzumutbares Risiko. Wenn CDU und FDP bei uns im Kreis einen Funken Verantwortung spüren, dann müssen sie Ihren Bundestagsfraktionen klarmachen, dass dieses Risiko für die Menschen nicht hinnehmbar ist. Wir werden uns mit aller Kraft diesem schmutzigen Ablasshandel zwischen der schwarzgelben Bundesregierung und der Atomlobby entgegenstellen und für eine konsequente Politik für Erneuerbare Energien streiten.

2. September: Ministerium erläutert LKW-Teilsperrung

Zum Treffen des Bürger-Aktions-Bündnisses "Lauenburg reicht's" hatte sich die Staatssekretärin Tamara Zieschang aus dem Kieler Verkehrsministerium angesagt. Sie stellte noch einmal – für uns schlüssig – dar, warum zunächst nicht großräumig, sondern nur lokal von Geesthacht bis Lauenburg, eine Sperrung für den Schwerlastverkehr ab 12 t möglich ist. Der Grund liegt darin, dass die Nachbarländer Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, zumindest aktuell, nicht mitziehen. Man könne dort nicht ohne Zustimmung eine weiträumige Beschilderung anbringen, die für die Lenkung des Verkehrs unerlässlich sei. Deshalb sei es auch notwendig, einen Teil des Verkehrs von Osten über die Hafenstraße Richtung Niedersachsen abzuleiten. Wenn daraufhin das südliche Nachbarland mit Folgeverkehr belastet würde, käme von dort eher die Einsicht, dass eine Gesamtlösung über alle betroffenen Bundesländer ohne Alternative sei. Die jetzige Übergangslösung sei ein Teilerfolg für das Bündnis. Sie soll noch in diesem Monat umgesetzt werden.
(Siehe auch unsere Meldung vom 22. Juli weiter unten.)

1. September: Energie aus Mais – Gespräche statt Protest

Ob Windräder, Biogas- oder Tiermastanlagen: Ohne Beteiligung und Gespräche mit Bürgern münden die Planungen von Großvorhaben häufig in heftigen Widerständen bei der betroffenen Bevölkerung. Dies zeigte sich kürzlich nicht nur in Mustin, sondern Wochen zuvor auch in anderen Gemeinden des Kreises. Dass der Wunsch auf Information und die Anhörung von Bürgerbelangen riesig ist, spiegelte sich in unserer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Mittwochabend in Mölln wieder. Weit über einhundert Bürger aus den unterschiedlich betroffenen Gemeinden waren gekommen, um ihrer Forderung nach Einbindung in die Planungen Nachdruck zu verleihen. Dass am Ende eine außerordentlich friedliche und sachorientierte Diskussion stattfand, werten wir als Zeichen, dass Transparenz und Bürgerbeteiligung alternativlos und richtungsweisend sind.

Zum Bericht und zum Ankündigungstext

Das Bild zeigt einen Blick in den vollen Saal des Möllner Quellenhofes

30. August: Landeswahlgesetz verfassungswidrig – Regierung auch?

Der Kreisverband hat mit Befriedigung das Urteil des Landesverfassungsgerichts zum Landeswahlrecht zur Kenntnis genommen. Es ist jetzt das dritte Mal, dass auf Initiative der Grünen Verfassungsgerichte das von der CDU und der SPD gestaltete und verteidigte Wahlrecht und Kommunalverfassungsrecht als verfassungswidrig eingestuft haben. Nach der Aufhebung der 5-Prozent-Klausel zur Kommunalwahl und der Neuordnung der Amtsverfassung fällt jetzt auch das Landeswahlrecht. Für uns bedeutet dies, dass die Rechtsgrundlagen bei den Volksparteien nicht in den besten Händen sind. Die vom Landesverfassungsgericht gesetzte Frist zum September 2012 für eine Neuwahl erscheint uns zu lang. Bei voller Ausschöpfung würde sie für die Landesregierung eine Hängepartie ohne ausreichende Legitimität und einen Dauerwahlkampf über zwei Jahre bedeuten.

28. August: Sonnendach in Fredeburg eingeweiht

Mit einem Blumenstrauß gratuliert der Kreisverband dem Demeterhof Domäne Fredeburg, vertreten durch Alfons Wiesler-Trapp und Florian Gleißner (Foto) zum Bau einer mehrere 100-KW großen Sonnenstrom-Anlage, die sich über vier Gebäude erstreckt. Dazu sagt unser Bundestagsabgeordneter Konstantin von Notz: „Wir beglückwünschen das Team der Domäne zu dem Bau einer großen und auch wunderschönen Photovoltaikanlage. Der Hof zeigt damit in vorbildlicher Weise, dass ökologische Landwirtschaft und regenerative Energien nicht nur zusammenpassen, sondern auch zusammengehören. Sonnenstrom ist nicht nur umweltfreundlich und ein Beitrag zum Klimaschutz, er trägt auch zur Senkung des Strompreises bei. Dies wurde kürzlich im Sonnenmagazin PHOTON plausibel so dargestellt. Jede Anlage dieser Art ist ein Baustein zur schrittweisen Ablösung von Atom- und Kohlestrom. Wir wünschen den Pionieren aus Fredeburg weiterhin Kraft und Erfolg beim Voranbringen zukunftsweisender Bewirtschaftungsformen für ihren Bauernhof."
Siehe auch unsere Pressemeldung

20. August: Krümmel-Störfälle ohne Ende

Nicht mal ein abgeschaltetes AKW ist ein sicheres AKW

Zum Versagen einer Nebenkühlwasserpumpe im AKW Krümmel erklärt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein, Marlene Löhr: So sehr sich die Atomkraftwerksbetreiber auch bemühen, ein positives Bild der Atomkraft zu zeichnen: Ihre eigenen Atomkraftwerke machen ihnen wieder einen Strich durch die Rechnung. Laufend kommt es in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel zu meldepflichtigen Ereignissen. Und das sogar, wenn diese abgeschaltet sind. Diese Serie von Pannen macht einen fassungslos und zeigt wie leichtsinnig es wäre, die Atomkraftwerke wieder ans Netz gehen zu lassen. Der Störfall zeigt, dass die Androhung der Stromkonzerne, ihre AKWs wegen der Einführung einer Brennelementesteuer abzuschalten, für Schleswig-Holstein nur zu begrüßen wäre.

5. August: Land will neue Windeignungsflächen Anfang 2011 vorlegen

Windräder bei Bälau

Laut Kreisplanung können im Kreis Herzogtum Lauenburg zu den derzeit vier betriebenen Windparks von Lütau, Woltersdorf, Bälau und Schiphorst vier weitere dazu kommen: Krukow, Schulendorf, Klinkrade und Neuenlande/Niendorf. Die Vorlage des Kreises wird aktuell im Kieler Innenministerium überarbeitet. Dass die vom Kreis vorgeschlagenen Flächen vollständig umgesetzt werden, gilt als unwahrscheinlich. An allen Standorten außer Neuenlande/Niendorf gibt es heftige Bürgerproteste, in Schulendorf sogar einen Bürgerentscheid gegen Windkraft (www.gegenwind-sh.de).

Für uns ist es wichtig, Atom- und Kohlekraftwerke möglichst schnell durch regenerative Energien zu ersetzen. Die Windkraft hat daran bisher den größten Anteil. Dennoch vertreten wir den Standpunkt, dass Windparks ohne Einverständnis der Anlieger nicht neben Wohngebiete gesetzt werden dürfen. Als Mindestabstand fordern wir 1000 m. Dies entspricht leider nicht den Vorgaben der Planer, weshalb der Protest der Betroffenen bei den vorgelegten Flächen eigentlich vorprogrammiert war.

Aus einem Gespräch mit dem Ressortleiter zum Landesentwicklungsplan haben wir erfahren, dass das Land die Aufstellung des Kreises prüft, aber von Fall zu Fall möglicherweise auch anders entscheidet. Dabei wurde versichert, dass genügend geeignete Flächen vorhanden seien und auf jeden Fall neue Vorschläge vorgelegt würden. Der Entwurf des Landes soll im ersten Quartal 2011 zur Auslegung kommen. Aus unserer Sicht gibt es diverse Flächen im Kreis, auf denen Windanlagen niemand belästigen.

Zur Pressemeldung

30. Juli: Grünes Hilfe-Ersuchen für Kommunen vom Bund abgelehnt

Mit knapp 30 Millionen Euro sind die Kosten der Unterkunft für langfristig Arbeitslose (KDU) einer der größten Ausgabenposten im Kreishaushalt. Davon trägt der Bund nach den bisherigen Berechnungen für das nächste Jahr knapp 7 Millionen Euro. Jetzt hat die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass auf Grund der bundesweit gestiegenen Anzahl sogenannter Bedarfsgemeinschaften mit einem zusätzlichen Bundesanteil von einer halben Million Euro gerechnet werden kann, was für den Kreishaushalt entsprechend weniger Kosten verursacht.

Für uns ist dies aber kein Anlass zur Entwarnung. Auf Grund einer neuen Berechnungsformel hat die Bundesregierung im Herbst den Bundesanteil an den KDU drastisch abgesenkt. Diese Formel liefert jetzt zwar etwas mehr als die Vorveranschlagung. Sie bringt aber am Ende in Anbetracht der Absenkung gegenüber den Vorjahren, der hohen Gesamtsumme und eines zu erwartenden Fehlbetrages im Kreishaushalt von über 20 Millionen Euro jeweils für die nächsten Jahre so gut wie nichts. Im Gegenteil: Wegen neuer Planungen der Bundesregierung erwarten wir langfristig wieder einen Anstieg der Kosten für den Kreis.

Massive Unterstützung für die Kommunen kommt auch von den Bundesgrünen in Berlin. Doch die Bundesregierung hat alle Hilfe-Ersuchen abgelehnt.
Mehr dazu:
Unsere Pressemittelung
Mitteilung der Bundesgrünen

28. Juli: Massentierhaltung – Grüne rufen zum Widerstand auf

Köthel ist eine Gemeinde mit einem Ortsteil im Kreis Herzogtum Lauenburg und einem Ortsteil im Kreis Stormarn am Rande des Naturschutzgebietes Hahnheide bei Trittau. Doch das friedliche Leben in Köthel ist gestört. Ein Landwirt aus Trittau hat nach dem Ankauf von Feldern in Köthel den Bau einer Schweinemastanlage für (zunächst) 1490 Tiere beantragt. Die Gemeinde hat zwar die Zusage verwehrt, doch droht das nachträgliche Einvernehmen des Kreises. In Köthel fürchtet man jetzt nicht nur Beeinträchtigungen des Wohnumfeldes, Gestank, vermehrten Verkehr mit LKW und großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Verunreinigungen für das Gewässer Bille, Verfall der Immobilienwerte - sondern eine nachträgliche Erweiterung der Anlage nach kurzer Zeit. Denn eine Anlage der genannten Größe ist in Anbetracht der Entwicklung bei der Tiermast eher nicht konkurrenzfähig.

Bei einem Besuch der örtlichen BI in Köthel hat sich unser Bundestagsabgeordneter Konstantin von Notz in Begleitung von Vertretern der Kreistagsfraktionen der Grünen aus Stormarn und Lauenburg vor Ort über den Stand des Verfahrens und die lokalen Gegebenheiten informiert. Konstantin ging in seinem Statement besonders auf die politischen Möglichkeiten des Widerstandes ein. Keine Verwaltung könne sich die Zustimmung zu zweifelhaften Vorhaben erlauben, wenn die Politik sich nicht einvernehmlich mit der Mehrheit der Bürger abstimmt. Konstantin warnte auch davor zu glauben, dass Massentierhaltung etwas mit bäuerlicher Landwirtschaft zu tun habe. „Unsere Landwirtschaft wird von industriell betriebenen Mastanlagen und Landbau komplett in die Enge getrieben. Insbesondere werden dabei die Bürger in den betroffenen Orten geschädigt." Hartmut Jokisch, Vorsitzender der Fraktion der Stormarner Kreisgrünen, erläuterte, wie die Verwaltung versuchte, das Projekt geheim zu halten und danach mit rein formalen Argumenten zu stützen. Erst die Stormarner Grünen haben die Bürgern aus Köthel umfassend informiert.

Der Antrag zum Bauen im Außenbereich basiert auf dem berüchtigten §35 aus dem Baugesetzbuch. Darin wird es Landwirten erlaubt, auch zu bauen, wenn Kommunen keinen Bebauungsplan aufgestellt haben und Bautätigkeit ausgeschlossen werden soll.
Zu den Aktivitäten der Bundes- und Landesgrünen

Das Bild zeigt Vertreter der BI mit den Grünen Joachim Germer (rechts), Hartmut Jokisch (dritter von rechts) und Konstantin von Notz (sechster von rechts) am geplanten Standort in den Feldern von Köthel

22. Juli: Sperrung der B5 Geesthacht/Lauenburg kommt im Herbst

Das Verkehrsministerium hat die Sperrung der B5 zwischen Geesthacht und Lauenburg für LKW-Durchgangsverkehr größer 12 t zum Herbst 2010 angekündigt. Ein genauer Termin wurde nicht genannt. Das obligatorische Ausschreibungsverfahren lasse eine frühere Umsetzung nicht zu. Schwierigkeiten bestehen offenbar nicht nur mit der Abstimmung der Maßnahme mit den Nachbarländern, ein Problem ist auch die Verkehrslenkung. Damit ortsunkundige LKW-Fahrer nicht in eine Sperrfalle fahren, sind an 22 Stellen frühzeitige Vorankündigungen vorgesehen. Die Zahl der eigentlichen Sperranzeigen soll zehn betragen. Das Kostenvolumen der Maßnahme wird mit mehr als 180.000 Euro veranschlagt.

19. Juli: Grüne Demo zum Erhalt einer naturbelassenen Elbe

14. Juli: Grundsteinlegung für das "Haus der sozialen Dienste"

So (Bild) soll es einmal aussehen: Das Haus der sozialen Dienste, das neue Zentrum des Lebenshilfewerks Mölln-Hagenow. Im Grambeker Weg in Mölln entsteht eine Unterkunft für die zentrale Verwaltung und innovative Arbeitsplätze der größten Behinderten-Einrichtung im Kreis. Im Haus sollen zuätzlich Konferenzräume, ein Bistro und eine Kulturwerkstatt enthalten sein. Geschäftsführer Hans-Joachim Grätsch, Bürgermeister Jan Wiegels, Kreispräsident Meinhard Füllner und der Architekt versenkten die Kartusche mit den Plänen des Hauses und den medialen Zeitzeugen des 14. Juli 2010.

Aktuell läuft von uns ein Antrag im Sozialausschuss mit dem Ziel, die besonderen Rahmenbedingungen des Kreises Herzogtum Lauenburg bei der landesweiten Koordinierung der Behindertenarbeit zu berückzusichtigen.

5. Juli: Geesthacht/Lauenburg – Stopp für LKW umsetzen!

Verkehrsminister de Jager (CDU) muss seine Zusagen einhalten
Grüne fordern Sperrung der B 5 zwischen A 25 und Lauenburg für Lkw ab 12 to

Im März d.J. hat der Verkehrsminister des Landes Schleswig-Holstein zugesagt, binnen 6 Wochen Schilder zur Sperrung der B 5 für Lkw über 12 to aufstellen zu lassen. Bis heute ist nichts Erkennbares passiert. Nach Ansicht der Kreisgrünen dürfen die Bürgerinnen und Bürger zwischen Lauenburg, Schnackenbek, Grünhof und Geesthacht dürfen nicht länger hinhalten werden.

Der Grüne Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Tietze, der sich in der letzten Woche vor Ort über die Situation erkundigt hat, hat das Problem jetzt im Wirtschaftsausschuss des Landtages auf die Tagesordnung gesetzt. Dr. Tietze fordert den Verkehrsminister de Jager (CDU) auf, unverzüglich die notwendigen Schritte zur Sperrung der B 5 zwischen der Autobahnausfahrt A 25 und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern einzuleiten. Tietze: „Unabhängig von der Sperrung für Lkw ab 12 to werden wir eine Mautlösung auch für die B 5 prüfen lassen. Dabei sind örtliche Besonderheiten sowie Lösungen für ortsansässige Betriebe natürlich in die Prüfung einzubeziehen!"

3. Juli: Menschkette in Wentorf – Protest zum Gastschulabkommen

Die Elterninitiative "Schule ohne Grenzen" hat es geschafft: Der Aufruf zur Bildung einen Menschenkette zwischen dem Bergedorfer Rathaus und dem Wentorfer Casinopark war absolut erfolgreich. Ca. 2000 Menschen, vorwiegend Eltern und Kinder, bildeten eine geschlossene Kette und gaben der Forderung Ausdruck, dass sich Hamburg und Schleswig-Holstein endlich über ein Gastschulabkommen einigen mögen (siehe auch den Bericht zum 29. Juni).

Unterstützung seitens der Grünen gab es durch die Ortsverbände Reinbek, Sachsenwald, Wentorf und Börnsen. Prominente Grüne Teilnehmer waren unser Bundestagskandidat Konstantin von Notz und die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau, die einige Unterstützer aus Pinneberg mitgebracht hatte.

Bürgermeister Heidelberg (SH) und Bezirksamtsleiter (HH) zersägen den symbolischen Grenzbaum
Die Kette im Blick nach Wentorf
Die Kette im Blick nach Bergedorf
Schleswig-Holstein Grün umschlungen – Konstantin mit einigen der Grünen Kettenteilnehmer

29. Juni: Gastschulabkommen in der Verhandlung

Bei der Informations- und Diskussionsveranstaltung über das Gastschulabkommen im Luisengymnasium in Hamburg-Bergedorf haben Eltern aus dem Kreis Herzogtum-Lauenburg und dem Raum um Reinbek ihrem Unmut über die mit dem Schulbesuch ihrer Kinder in Bergedorf verbundene Unsicherheit Luft gemacht. Wenn sich Hamburg und Schleswig Holstein nicht auf ein Abkommen einigen, müssen viele Schüler, deren Eltern nach Schleswig-Holstein verzogen sind, in Kürze ihre Hamburger Schule verlassen.

Hintergrund:
Schulfragen sind Ländersache. Die SchülerInnen müssen daher im Land ihres Wohnortes die Schule besuchen. An den Ländergrenzen entstehen auf Grund familiärer Verhältnisse und lokaler Besonderheiten allerdings Überschneidungen. Hauptursache dafür ist im vorliegenden Fall der Wegzug der Eltern nach dem Neubau eines Eigenheimes von Hamburg nach Schleswig-Holstein. Bisher gab es eine Sonderregelung, die diesen grenzenüberschneidenden Austausch regelte. Im Fall SH/HH hat sich allerdings die Anzahl wechselnder SchülerInnen dramatisch vergrößert. Gut 6200 SchülerInnen aus Schleswig-Holstein muss Hamburg mehr beschulen. Deshalb verlangt Hamburg einen finanziellen Ausgleich. Schleswig-Holstein hat sich bis jetzt geweigert, zu zahlen. Argumente: SH hat kein Geld, SH hat selbst Schulen. Als Kostenausgleich zahlt Schleswig-Holstein dafür 8,5 Millionen Euro. Dieser Betrag deckt nicht annähernd die Kosten, die für Hamburg entstehen. Die Situation stellt sich für uns so dar, dass die Eltern in SH Steuern zahlen, SH will aber den angemessenen Betrag für HH nicht zurückerstatten.

28. Juni: Vattenfall will Krümmel unbedingt wieder in Betrieb nehmen

Bei einer Informationsveranstaltung für Funktionsträger hat die Firma Vattenfall bestätigt, dass zielstrebig an der Wiederaufnahme des Betriebs gearbeitet wird. Seit drei Jahren steht der Reaktor still. Der Einnahmeausfall für diese Zeit dürfte in den Millardenbereich Euro gehen. Die Firma ist zuversichtlich, die Vorbereitungen bis Ende 2010 abzuschließen. Dann soll bei der Atomaufsichtsbehörde der Antrag auf Weiterbetrieb eingereicht werden. Unsere Meinung: Die bisher verbauten rund 300 Millionen Euro wären besser in der Offshore-Windkraft bzw. für die Forschung über Stromspeichertechniken verwendet worden.

Vattenfall hat seit der Schnellabschaltung vor einem Jahr die Trafos ausgetauscht und den Fremdkörpereintrag an einem Brennelement beseitigt. Die Fortbildung der designierten Betriebsleiterin ist noch nicht abgeschlossen, aber für den Herbst terminiert. Die mit Spannung erwartete Klärung der Schadensanalyse hat laut Vattenfall ergeben, dass folgende Sachverhalte vorgelegen hätten: Windungsschluss mit 2-poligem Kurzschluss, Leiterbruch an einer Lötstelle und Isolationsfehler. Welche dieser Sachverhalte schließlich die Ursache zum Versagen des Transformators gewesen sei, könne nicht mit Sicherheit gesagt werden. Die neuen Transformatoren seien keine Sonderanfertigungen, sondern Standardmaschinen, die auch bei Kohlekraftwerken verwendet würden.

Zum Bild: Im AKW wird offenbar fleißig gewerkelt

26. Juni: Ballondemo gegen AKWs – wir waren dabei

Die Anti-AKW-Organisation Campact hat zur dreijährigen Wiederkehr des Trafobrandes mit einer eindrucksvollen Demonstration am AKW Krümmel gegen die geplanten Laufzeitverlängerungen demonstriert. 13.000 schwarz-gelbe Ballons stiegen auf Kommando zugleich in den Himmel. 300 Teilnehmer trugen bzw. begleiteten die Ballons von Grünhof zum AKW. Die Ballons waren dort in einer nächtlichen Aktion mit Helium befüllt worden.

24. Juni: Mitglied der Landtagsfraktion besucht Kreis

Dr. Andreas Tietze, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion besuchte unter Begleitung des Bundestagsabgeordneten Dr. Konstantin von Notz unseren Kreis, um sich in Lauenburg und Geesthacht über aktuelle Fragen der Verkehrsproblematik und der Wirtschaftsentwicklung zu informieren. In Lauenburg ging es um den angedachten Bau des Containerterinals in der Nähe des Bahnhofs und um die LKW-Kolonnen in der Innenstadt. In Geesthacht waren wir Gast im GITZ und bekamen Informationen aus erster Hand über die Analytik im Lebensmittelbereich und über Röntgenstrahltechniken im Nanobereich. Andreas Tietze: "GITZ und GKSS sind ein gutes Beispiel dafür, dass der Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein erfolgreiches Gespann sein können. Für uns ist es wichtig, dass Innovationsfelder gestärkt und der Kompetenzvorsprung gehalten werden. Standorte müssen gepflegt, Abwanderung vermieden werden. Unser Konzept ist die Wertschöpfung mit dem Green New Deal, d.h. u.a. eine Ausrichtung der Produktion auf eine nachhaltige und sozialgerechte Basis."

Das Bild zeigt von links Hans-Peter Sierich (Kreisgrüne), Niclas Fischer (Fraktionsvorsitzender Lauenburg), Andreas Tietze, Lutz Oschmann (wiss. Referent der Landtagsfraktion), Konstantin von Notz und einen Praktikanten der Landtagsfraktion in Lauenburg am angedachten Standort für das Containerterminal

23. Juni: Kreisverband spricht über Finanzmisere der Kommunen

Zur Mitgliederversammlung hatten wir prominente Gäste eingeladen: Die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann aus Bielefeld und die Landtagsabgeordnete Monika Heinold aus Kiel. "Zeit des Sparens und Kürzens – wo liegt der Weg für unsere Finanzen?" war das Thema. Dazu einleitend Britta Haßelmann: "Die Finanzsituation spitzt sich dramatisch zu. Die Gewerbesteuer bricht weg (um 19 Prozent bundesweit). Die Steuersenkungen der letzten Jahre betreffen in negativer Weise die Kommunalfinanzen. Die Steigerung der Sozialkosten wird in nicht angemessener Weise vom Bund abgefangen, sondern landet überproportional bei den Kommunen. Die aktuell diskutierten Alternativen für die Kommunalfinanzen, Erhöhung der Körperschaftssteuer, der Umsatzsteuer und der Hebesätze auf die Einkommensteuer sind einerseits wegen konjunktureller Schwankungen ungeeignet, andererseits fördern sie lediglich die Konkurrenz unter den Kommunen."

Monika Heinold gab die Landessicht wieder: "Im Land fehlt der reale Blick auf die Kommunen. Die Konnexität wird nicht eingehalten. Die Verankerung in der Verfassung reicht dazu nicht aus. Die Steureduzierungen der letzten Jahre betreffen die Kommunen mit Mindereinnahmen. Dabei sind gerade die Kommunen für die Bürger wichtig, weil sie die Daseinsvorsorge treffen müssen. Schleswig-Holstein wird als Konsolidierungsland gehandelt, d.h. unser Land ist pleite. Das jährliche Defizit beträgt 1,2 Milliarden Euro. Ein Drittel davon ist durch die Steuergesetze der letzten Jahre bedingt. Dabei wurden offenbar die Folgen für die Länder und Kommunen nicht bedacht. Kommunen sind eine abgeleitete Ebene der Länder. Die vom Land beschlossene Schuldenbremse darf nicht zu Lasten der Kommunen gehen. Wir müssen endlich anfangen, auch bei den Wohlhabenden angemessen Steuern zu erheben. Bei den jetzigen Plänen werden die Reichen reicher, die Armen ärmer. Das ist absurd."

Das Foto zeigt Monika und Britta im Möllner Büro

21. Juni: Grüner Erfolg – Biogasprojekt kann starten

Der Umsetzung der energetischen Verwertung der Bioabfälle im Kreis steht nichts mehr im Wege. Der Regionalentwicklungsausschuss des Kreistages hat in seiner Sitzung einstimmig der Vorlage der Abfallwirtschaftsgesellschaft Südholstein (AWSH) zugestimmt. Demnach sollen die Inhalte der Biotonne spätestens ab 2014 einer Nutzung für die Biogasproduktion zugeführt werden. Im Beschluss sind dazu folgende Bedingungen vermerkt: Eventuelle Preissteigerungen für die Biotonne dürfen nur moderat ausfallen, es soll wie bisher kein Anschlusszwang erlassen werden, der Betrieb muss über eine Fremdfirma erfolgen. Das Angebot zur Zusammenarbeit mit der Stadtreinigung Hamburg in der Anlage Tangstedt wurde aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit verworfen. Für den Kreis Herzogtum Lauenburg bedeutet dies, dass in absehbarer Zukunft die Bioabfälle nicht mehr nach Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern gefahren, sondern in einem zentralen Ort an der Grenze Stormarn/Lauenburg verarbeitet werden.

Der Geschäftsführer der AWSH, Dennis Kissel, hat mit seiner Vorlage einen für alle Fraktionen akzeptablen Kompromiss erarbeitet. In einer mehrmonatigen Fleißarbeit hat er den Grundstein für eine als Vorreiterfunktion des Kreises einzustufende Maßnahme in Norddeutschland gelegt. Bisher haben nur wenige Regionen diese Option umgesetzt. Die energetische Nutzung der Bioabfälle vermeidet den Ausstoß etlicher Tonnen klimaschädlicher Gase und ist ein konkreter Beitrag des Kreises für eine stabile Klimazukunft. Zudem liefert das erzeugte Gas einen wenn auch kleinen Beitrag zur Umsetzung der Unabhängigkeit von auswärtigen Rohstofflieferungen. Der Beschluss erspart uns jährlich tausende gefahrener LKW-Kilometer. Bei der Nutzung der Bioabfälle handelt es sich im Gegensatz zu anderen im Fokus der Kritik stehenden Verfahren um eine sinnvolle Nutzung von Reststoffen.

15. Juni: Rettet den Ökolandbau II – Kampagne in Fredeburg fortgesetzt

Die Landesregierung in Kiel hat angekündigt, die Förderung für den Biolandbau, die sogenannte Beibehaltungsprämie in Höhe von 137 Euro pro Hektar, zu streichen. Betroffen sind davon auch die biologisch wirtschaftenden Höfe in der Region. Der Kreisverband der Grünen hat dazu eine Kampagne gestartet. Um sich über die Auswirkungen zu informieren und vor den Folgen zu warnen, besuchten führende Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen aus Ratzeburg und der Kreistagsfraktion auf ihrer zweiten Station den Domänenhof in Fredeburg, der seit 1991 nach den Prinzipien des Demeterlandbaus wirtschaftet. Auf der Kreisdomäne leben und arbeiten vier Familien, die auf knapp 150 ha Getreide, Kartoffeln und Gemüse anbauen. Der Hof betreibt auch eine Saatgutvermehrung. Zudem werden Milchvieh, Schweine und Geflügel gehalten. Der Hof arbeitet nach Demeter-Richtlinien. Er hat diverse Zertifikate erhalten (http://www.domaene-fredeburg.de/impressum.htm) erhalten. Der Hofladen bietet ein reichhaltiges Angebot von Biowaren.

Bei unserem Besuch, zu dem auch zwei weitere Bio-Landwirte gekommen waren, haben uns die Bio-Landwirte auf folgende Besonderheiten hingewiesen: Bei Wegfall der Förderung würden die Investitionen des Hofes nicht mehr getätigt werden können, was eine Einbuße für das heimische Handwerk nach ziehen würde. Der Förderanteil des Landes Schleswig-Holstein am Ökolandbau beträgt lediglich 0,8 Mio Euro. Die Anteile Bund (1,2 Mio) und EU (2,4 Mio) würden damit verschenkt werden. Mit der Streichung würden hiesige Betriebe gegenüber denen in anderen Bundesländern benachteiligt werden. Die Förderung ist keine Subvention und kein Geschenk, sondern eine Honorierung der ökologischen Leistung.

12. Juni: Streichung der Prämie – Grüne besuchen Erdmannshof

Der Erdmannshof in Krukow ist ein Biohof, der nach den strengen Regeln des Demeter-Verbandes wirtschaftet. Mit ca. 100 ha Ackerfläche ist der Hof massiv von der angekündigten Streichung der Beibehaltungsprämie betroffen: Dazu sagt Landwirt Erdmann Voss: „Ich muss in Kürze auf ca. 10.000 Euro Förderung pro Jahr verzichten. Die Streichung der Gelder macht für uns alles schwerer. Existenzsicherung und Preisgestaltung werden einen starken wirtschaftlichen Druck auf den Betrieb ausüben."
Siehe auch den Text zum 28. Mai weiter unten und
Unsere Pressemeldung

10. Juni: LKW-Sperre für Lauenburg angemahnt

Angesichts der Ankündigung einer LKW-Maut für 4-spurige Bundesstraßen mahnt unser Bundestagsabgeordneter Konstantin von Notz  die Sperrung der Lauenburger Innenstadt für LKW im Durchgangsverkerhr an. Das Verkehrsministerium in Kiel wird aufgefordert, seine Zusage einzuhalten.
Zur Pressemeldung

8. Juni: OVG Schleswig gibt Grünen Recht

Das schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgericht (OVG) hat entschieden, dass vertrauliche Unterlagen über die Sicherheitsvorkehrungen im AKW Krümmel dem Gericht vorgelegt werden müssen. Die von uns seit langem geforderte Offenlegung der Unterlagen ist im Sinne einer Aufklärung der Öffentlichkeit über die tatsächlichen Gefahren des Betriebs des AKW Krümmel und einer rechtsstaatlichen Entscheidung des Gerichts über den weiteren Betrieb des AKW sehr zu begrüßen. Sollte sich im Zuge der jetzigen gerichtlichen Prüfung amtlich bestätigen, dass die unzureichende Sicherung des AKW Krümmel gegen die fraglichen Gefahren aus der Luft gegeben ist, müssen die entsprechenden Konsequenzen gezogen und dem Betreiber des AKW Krümmel der Betrieb umgehend und endgültig  untersagt werden.
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7. Juni: Lohe – Schlagzeile für eine Absichtserklärung

Dass die Wentorfer/Wohltorfer Lohe Landschaftsschutzgebiet wird und damit vom Verkauf an Investoren mit kommerziellen Angeboten verschont bleibt, ist allein dem massiven Protest der Bürger und damit auch uns Grünen zuzuschreiben. Wir haben seinerzeit immer wieder auf die Gefahr hingewiesen, dass die Lohe für andere Zwecke veräußert werden kann und damit für die Naherholung wegfallen würde. Wir haben über 1000 Unterschriften gesammelt. Von den anderen Parteien, insbesondere der CDU, hat es damals keine Unterstützung gegeben. Wenn jetzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann als amtierendes Verwaltungssratsmitglied in der Bundesimmobilienanstalt seine Unterstützung bei der Übergabe der Lohe in den Besitz der Stiftung Naturschutz anbietet, so ist das zwar begrüßenswert. Aber ohne die damalige Aktivität der Grünen und ohne die Unterstützung der Bürger wäre mit allergrößter Sicherheit diese Äußerung des Herrn Brackmann überhaupt nicht möglich gewesen.

31. Mai: Grüne Landtagsabgeordnete besichtigt Ausgleichsflächen

Bei einem Rundgang über drei ausgewählte Naturschutz-Flächen, die die Kreisverwaltung mit Ausgleichs- und europäischen Fördermitteln erworben hat, hat sich unsere Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin Marlies Fritzen nach ihrem Besuch in der Schaalsee-Region und bei den Grambeker Fischteichen erneut über ein bedeutendes Naturschutzprojekt im Kreis informiert.

Das Bild zeigt den Fachbereichsleiter der Naturschutzabteilung Dr. Carl-Heinz Schulz, der Marlies Fritzen das Projekt "Hellmoor" bei Panten erläutert.

30. Mai: Warnung vor Beteiligung von Privatbanken an Sparkassen

Behandlung der Kreistagsanträge am 14. Juni im Hauptausschuss

Die in der Presse angekündigten Anträge von SPD und Linken zur Kreistagssitzung zum Sparkassengesetz werden jetzt im Hauptausschuss behandelt. Wir hatten schon vor über einem Jahr verlangt, Privatbanken eine Beteiligung an den Sparkassen zu untersagen. Der Versuch von CDU und FDP, die öffentlich rechtlichen Sparkassen dem Privatisierungswahn preiszugeben, werden Folgen von großer zum Teil auch unklarer Tragweite haben. Es sind die Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrer Treue zu den Sparkassen zu deren Erfolg beigetragen haben. Sparkassen sichern die Kreditversorgung der regionalen Wirtschaft auch dann, wenn damit keine großen Renditen zu erzielen sind. Wir empfehlen dringend, auf die rechtlich schwer zu kalkulierende und risikoreiche Öffnung des Sparkassengesetzes zu verzichten. Es gibt keine belastbare und rechtsverbindliche Aussage der EU Kommission, welche Folgen die Beteiligung von Privatbanken hätte. Unklar ist auch die Tragweite für die Kultur- und Jugendförderung. Diese Programme werden unter der Veränderung des Sparkassengesetzes zu leiden haben.

Zur Pressemeldung

28. Mai: Ökolandbau wird massiv geschwächt

Seit Jahren ist bekannt, dass die konventionelle Landwirtschaft mit Massentierhaltung und dem Einsatz von Pestiziden extrem umwelt- und klimaschädlich ist. Dennoch wird diese Wirtschaftsform von der EU massiv gefördert. Lange schon hat sich der Ökolandbau dank der Unterstützung vieler gesundheits- und ökobewusster Menschen, insbesondere auch der Grünen, aber auch dank einer wenn auch relativ geringen staatlichen Förderung als Gegengewicht am Markt behaupten können. Dies ist jetzt durch eine Kappung der Förderung gefährdet. Die Regierung in Kiel hat beschlossen, die Beibehaltungsprämie (137 Euro pro Hektar) zu streichen. Nun ist es aber so, dass durch die ökologische Betriebsweise die Produktion weniger Erträge bringt. Wenn die Existenz des Ökolandbaus gesichert sein soll, muss die Prämie bleiben. Es sieht aber so aus, dass in Kiel der Bauernverband regiert. Die unliebsame Konkurrenz soll langsam beseitigt oder zumindest geschwächt werden.Wir bleiben dran am Thema.

28. Mai: Armutskonferenz in Lauenburg

Eine bemerkenswerte Veranstaltung hat das Lauenburger Netzwerk gegen Kinderarmut gewagt: Es informierte und debattierte mit vielen Vertretern von Fachverbänden und Behörden über Facetten der Armut.

"Lauenburg ist die ärmste Kommune im Kreis Herzogtum Lauenburg mit einer großen Zahl langzeitarbeitsloser Menschen, qualitativ unterdurchschnittlichen Bildungsabschlüssen, einer großen Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund und mangelnder wirtschaftlicher Infrastruktur", so steht es im Einladungsflyer. In seinem Begrüßungsstatement distanzierte sich der Bürgermeister allerdings von dieser Einschätzung. Als Konsequenz der aktuellen Situation fordert das Netzwerk u. a. bedarfsgerechte flexible Betreuungsangebote für Kinder, das kostenlose dritte Kitajahr, die gebundene Ganztagsschule und freie Schulangebote inklusive Mittagessen. Einem Referat über eine gesellschaftliche Strukturanalyse bezogen auf die schwachen Randgruppen ("nicht Kinder sind arm, sondern die Eltern") folgte ein Austausch der Teilnehmer an "Runden Tischen" mit diversen thematisch unterschiedlichen Herangehensweisen.

Für uns Kreisgrüne hat sich erneut gezeigt, dass das Gefälle wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen im Kreis von West nach Ost deutlich ausgeformt ist. Hier ist die Politik gefordert einzugreifen. Kann es sich eine Gebietskörperschaft leisten, die Leistungskräfte an wenigen Stellen zu bündeln und gleichzeitig den Rest dem wirtschaftlichen Siechtum zu überlassen? Wir arbeiten dazu an Antworten und Vorschlägen für einen Anstoß auf Kreisebene.

Auf dem Foto die Vetreter der Mitglieder des Netzwerks: Wirtschaftliche Vereinigung, Diakonie, AWO, Ortsjugendring, Sozialverband und Tafel

27. Mai: Sparpaket der Landesregierung trifft Eltern

Das von der Landesregierung am Wochende vorgestellte Sparpaket stößt bei den Grünen auf eine geteilte Meinung. Bei der unvorstellbar hohen Schuldensumme des Landes ist es nachvollziehbar, dass in Kiel endlich erste Maßnahmen zum Schuldenabbau auf den Weg gebracht werden. Da von den Eingriffen Land und Kreise gleichermaßen betroffen sein werden, ergeben sich auch Konsequenzen für die Politik im Herzogtum Lauenburg. Wir müssen feststellen, dass die Eingriffe zum großen Teil zu Lasten der Schwachen gehen. Das Geld wird nicht dort eingesammelt, wo es vorhanden ist, sondern bei den nicht wohlhabenden Bürgern. Verlierer sind eindeutig die wenig einkommensstarken Familien. Das Problematische dabei ist, dass alle Haushalte über einen Kamm geschoren werden und dass nicht differenziert wird zwischen Alleinerziehenden, kinderreichen Familien und Gutverdienern. Die Streichung des beitragsfreien dritten Kita-Jahres trifft ebenso wie auch die Wiedereinführung der Gebühr für die Schülerfahrkarten und die Streichung von Lehrerstellen den Bildungsbereich und darin besonders heftig Mütter und Väter mit geringem Einkommen. 

Was wir insgesamt vermissen ist, dass auf der Einnahmeseite nichts generiert wird. Im Gegenteil: Das Land hat den Steuererleichterungen für das Hotelgewerbe und wohlhabende Erben und damit der Belastung von Land und Kommunen über mehrerer Millionen Euro zugestimmt. Das vom Ministerpräsidenten mit der Zustimmung zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz gegebene Versprechen, die Mindereinnahme durch einen von der Bundesregierung zu leistenden Ausgleich im Bildungsbereich zu kompensieren, wird nicht eingehalten. Im Gegenteil, die Bildung ist einer der großen Verlierer der Spareinschnitte.

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20. Mai: AKW-Leiterin ohne Qualifikation?

Vattenfall hat verschwiegen, dass die zuständige Aufsichtsbehörde noch vor der Ernennung Frau Weltes als Kraftwerksleiterin den Betreiber über die mangelnde Qualifikation frühzeitig informiert wurde. Dass Vattenfall der Öffentlichkeit Frau Welte dennoch als eine „kompetente und erfahrene Kraftwerksleiterin" vorgestellt hat und bis heute verschweigt, dass die Direktorin des Atomkraftwerks  die erforderliche Qualifikation nicht mitbringt, ist skandalös. Frau Welte erfüllt bis heute nicht die atomrechtlichen Anforderungen einer entsprechenden Richtlinie des Bundesumweltamtes an die Position.
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10. Mai: Landesgrüne informieren sich beim Biofischer von Grambek

In der letzten Woche besuchten die Landtagsabgeordneten Marlies Fritzen, naturschutzpolitische Sprecherin, und Bernd Voss, fischereipolitischer Sprecher der Grünen, den Fischer Michael Bothstede in Grambek. Bothstede betreibt seit über zehn Jahren etliche Fischteiche und züchtet dort Karpfen, die er in der Saison vor Ort unter dem Biolandsiegel vermarktet. Weil er seine Tiere unter naturnahen Bedingungen mit Futter aus dem biologischen Anbau aufzieht, erfreute sich sein Angebot großer Beliebtheit. „Doch dann kam der Kormoran", so Bothstede. „Binnen kurzer Zeit waren meine Teiche leergefischt. Ich musste meinen Betrieb schließen, war innerhalb weniger Wochen erwerbslos." Doch Bothstede wollte nicht aufgeben. Wegen der Aussichtslosigkeit beim Abschuss hat er eine neue Lösung angestrebt: Netze über den Teichen. Die Grünen sehen in dem Projekt des Fischers einen Beitrag zur Konfliktlösung zwischen Nutzern der Natur und den Anforderungen des Naturschutzes.
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8./9. Mai: Parteitag der Landesgrünen

Antrag der Kreisgrünen stößt Debatte um Euro-Krise an

Der Parteitag der Landesgrünen in Husum stand unter dem Motto "Gerechtigkeit Grün gestalten". Dabei ging es im Detail vorwiegend um Anträge und Resolutionen zu brennend aktuellen politischen Entscheidungsfindungen. Und das nicht nur auf Landesebene.  Nachfolgend stichwortartig die wichtigsten Themen.

Rede der Landesvorsitzenden Marlene Löhr
"Die Landesregierung versagt auf ganzer Linie. Jetzt kommt es auf uns an. Wir müssen die Lösungskonzepte aufzeigen. Dazu hat z. B. unsere Landtagsfraktion ein ausführliches Finanzkonzept vorgelegt. Unsere Konzepte kommen an. In einer Wahlumfrage in SH kamen die Grünen auf 20 Prozent der Stimmen."

Schuldenbremse
Die Landtagsfraktion hat einen Aufruf und eine Analyse zum Umgang mit der Verschuldung mit dem Ziel einer langfristigen Aufhebung vorgelegt und vom Parteitag eine geschlossene Zustimmung erhalten.

Ursachen der Finanzkrise
Auf Anregung aus dem Kreisverband Lauenburg wollen sich die SH-Grünen jetzt ausgiebig mit den Hintergründen der Überschuldung der öffentlichen Haushalte und der damit zusammenhängenden weltweiten Finanzspekulation auseinandersetzen. Auf Drängen der Kreisgrünen soll erstmals auch die Rolle der zinsbasierten Geldwirtschaft untersucht werden.

Resolution zur Wirtschaftskrise in Europa
Unsere drei Bundestagsabgeordneten berichteten über die Abstimmung am 7. Mai im Bundestag über das Hilfspaket für Griechenland und ihre persönlichen Beweggründe dabei. Im Anschluss wurde eine Resolution verfasst, in der strikte Maßnahmen gegen jegliche Finanzspekulationen gefordert werden. Der Parteitag stellte insbesondere fest, dass es seit Jahren schon Warnungen vor der aktuellen Situtation gegeben habe und diese fahrlässig unbeachtet geblieben seien. Eine nachhaltige Umgestaltung der Finanzen müsse auch in SH greifen.

Bildungsgerechtigkeit
Wir brauchen eine konzertierte Aktion für Bildung. Erste Schritte müssen sein: 10 Prozent des Brutto-Inlandproduktes für Bildung auf Bundesebene, Bildungssoli einführen, der Bund muss helfen dürfen, zielorientierte Bildungsstrategie für SH, kein Ausbluten der Gemeinschaftsschulen, keine neuen Schulformen, flexible Oberstufe im Gymnasium, Ausbildung und Bezahlung des pädagogischen Personals, regionale Bildungslandschaft mit autonomen Schulen.

Gesundheitssystem gerecht gestalten
Grundforderungen: Medizinische Versorgung auf den Land sicherstellen, Gerechtigkeit in der Kranken- und Pflegeversicherung: Einrichten einer Bürgerversicherung, Pharmakonzerne müssen sich ihrer Verantwortung stellen, Globaler Fond zur Bekämpfung weltweiter Seuchen (Aids, Tuberkulose und Malaria).

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung
Forderungen: Der Landesrahmenvertrag über die Eingliederungshilfe soll möglichst schnell neu verhandelt werden. Individuelle Leistungsansprüche von Menschen mit Behinderung dürfen nicht in Frage gestellt werden. Ohne Ressourcen ist eine Sozialraumorientierung nicht möglich. Die Forderung "Ambulant vor stationär" darf nicht dafür genutzt werden, Kosten zu sparen. MitarbeiterInnen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe haben Anspruch auf angemessene Entlohnung.

Weitere Beschlüsse

  • Sonntagsarbeit muss Ausnahme bleiben
  • Norddeutsche Zusammenarbeit weiter voranbringen
  • Verwaltungsneugliederung darf drei Ebenen nicht überschreiten
  • SH soll Vorreiter in der Elektro-Mobilität werden
  • CO2-Budgets zur Minderung von Emissionen
  • nachhaltige Entwicklung der Offshore-Windkraft
Gerechtigkeit Grün Gestalten - Motto des Parteitags
Dank an Grüne Organisatoren der Menschenkette: Ein T-Shirt mit der Aufschrift "KettenMacher"; ganz links Marc Ziegelitz, unser Kreisgeschäftsführer

7. Mai: IHK fordert wiederholt Straßenbau

Fehmarn-Belt-Querung: Wir erwarten eine Verkehrs- und Kostenlawine

In einem gemeinsamen "Positionspapier zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur auf der Achse Hamburg-Puttgarden im Zuge einer festen Fehmarn-Belt-Querung" haben die Handelskammer Hamburg, die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und die Kreise Ostholstein, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg Forderungen zum Ausbau des Straßen- und Schienennetzes aufgestellt. Das Papier wird am Montag dem 10. Mai in der Sitzung des Kreisregionalentwicklungsausschusses in Ratzeburg vorgestellt. Die darin enthaltenen Prognosen gehen aber nicht nur von einem Anstieg der Verkehrsströme aus, sondern auch von einem rasanten Wachstum der Wirtschaftskraft.

Die Kreistagsfraktion der Grünen bezweifelt die in dem Papier vorgelegten optimistischen Auswirkungen für die Region. Wir haben dazu eher einen kritischen Ansatz: Für uns ist nicht zu erkennen, dass wie im Papier angekündigt eine nachhaltige Verbesserung der Standortqualität eintritt und die Fehmarn-Belt-Querung ein Schlüssel für Beschäftigung wie auch Wachstum sein wird. Vielmehr ist es richtig, dass zwar die Verkehrsmengen steigen, der Raum zwischen Hamburg und Fehmarn aber lediglich eine reine Transitfunktion zu erfüllen hat. Die Region wird auf den Kosten für die Erschließung der Infrastruktur hängen bleiben, der Nutzen wird, wenn überhaupt, woanders abgeschöpft.

Ein weiteren Aspekt ist der demographische Wandel. Daher ist nicht von einem wirtschaftlichen Wachstum durch Bau großer Verkehrswege wie in zurückliegenden Jahrzehnten auszugehen. Stattdessen liegen die Potentiale innerhalb der Region. Durch strukturelle Verbesserungen in den Kommunen, wie des öffentlichen Nahverkehrs, der Nahversorgung im ländlichen Raum und des Ausbaus touristischer Angebote, wird ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum erreicht, ohne die Region mit sinnlosen und teuren Bauvorhaben zu überziehen.

5. Mai: Schwarzenbeker Grüne diskutieren über Mehrgenerationenhaus

Jugendtreff und Kaiserhof sind zwei alte Gebäude im Herzen Schwarzenbeks mit tradionellem Hintergrund. Eigentlich müsste der Bestand renoviert werden. Doch Schwarzenbeks Kassen sind leer. Und so plant die Politik den Verkauf. Die Ratsfraktion und der Ortsverband der Grünen können diese Absicht nicht nachvollzienen. Sie haben einen anderen Vorschlag: Die Errichtung eines Mehrgenerationentreffs. Zur Vorstellung dieser Idee veranstalteten die Grünen im Rathaus einen Informations- und Diskussionsabend mit Thomas Vagedes, Leiter des Mehrgenerationentreffs in Geesthacht, und Katharina Vegebank, Parteivorsitzende der Grünen aus Hamburg. Sie stellten Modelle zur Idee eines Treffpunktes vor, in dem Jugendliche und Senioren gemeinsam mitwirken können. Die Referenten sowie die an der Diskussion beteiligten Besucher waren sich einig, dass die Errichtung eines solchen Treffs absolut notwendig ist. Allein über die Finanzierung wollte man eigentlich noch nicht nachdenken. Dennoch gab Kathrina Vegebank Ideen und Anstöße, wie möglicherweise Gelder über Fördermittel oder ein Genossenschaftsmodell eruiert werden könnten.

Eine wichtige Frage aus dem Publikum: Wo bleiben die Jugendlichen, wenn man ihnen ihren Treff nimmt? Darauf gab es keine schlüssige Antwort.

Im Bild von links Renate Grunert, Thomas Vagedes, Katharina Fegebank und Bettina Schneider (erste und letztere von den Schwarzenbeker Grünen)

3. Mai: Landtagsfraktion besucht Kreis

Anlässlich ihres Auswärtigen Tages machten Robert Habeck und Ines Strehlau von der Grünen Landtagsfraktion Station in Ratzeburg und Mölln.

Kulturelles Leitbild als Chance für Mölln
„Mölln, das ist für jemanden, der aus einem anderen Landesteil kommt, eine der Städte mit einer Aura“, sagte Robert Habeck.   Mehr »

v.l.: Dr. Robert Habeck, Ines Strehlau, Regina Hälsig (Grüne Fraktionsvorsitzende im Stadtrat), Dr. Joachim Thiel (Altstadtinitiative) und Hans Schneider (Grüner Stadtrat)
Ines und Robert beim Glühbirnentausch
Die Grüne Crew auf dem Ratzeburger Markt

27. April: Atomaufsicht verweigert Herausgabe von Unterlagen

Die Atomaufsicht in Schleswig-Holstein verweigert dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig Unterlagen zur Sicherheit des AKW Krümmel. Das Argument: Das Staatswohl steht über der Wahrheitsfindung.
Das OVG verhandelt über eine Klage des ehemaligen grünen Abgeordneten im Niedersächsischen Landtag, Andreas Meihsies, auf Widerruf der Betriebserlaubnis für Krümmel. Er bezweifelt, dass der Meiler den - zufälligen oder gezielten - Absturz eines Flugzeugs unbeschadet überstehen könne. Im Sommer vorigen Jahres forderte deshalb das OVG die Atomaufsicht auf, eine Reihe von Unterlagen über die Sicherheitsvorkehrungen vorzulegen.
Siehe dazu auch unsere Pressemeldung

24. April: Menschenkette lückenlos gefüllt

Die Menschenkette gegen Atomkraft von Brunsbüttel nach Geesthacht war auch im Kreis Herzogtum Lauenburg ein Riesenerfolg. Sämtliche Streckenabschnitte konnten bis auf kleine Ausnahmen lückenlos gefüllt werden. Dafür waren einige Stellen dichter als notwendig besetzt.

Die Demonstration hat gezeigt, dass der Protest gegen Atomstrom quer durch die Bevölkerung geht. Insgesamt sind ca. 120.000 Menschen an der Kette beteiligt gewesen.

Zum Kommentar von Marc, unserem Organisator

Gleichzeitig ein Dank an Marc, der in die Vorbereitung unendlich viel Arbeit gesteckt hat!

Zu den Bildern, oben: Die Kette in Börnsen, geprägt von grünen Luftballons, Mitte: Blick in die Abschlusskundgebung in Krümmel, unten: dabei in Krümmel auch die Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz und Christian Ströbele

22. April, Krümmel-Trafo: Presse jubelt – wir nicht

15. April: Neue Straßen ja – Decke sanieren nein?

100 Millionen Euro stellt das Bundes-Verkehrsministerium für die Reparatur von Straßen bereit – allerdings nur für Autobahnen und Bundesstraßen. Die Kommunen und Länder bekommen vom Bund nichts. Die Reparaturkosten an Straßen werden bundesweit insgesamt mit 3 Milliarden Euro beziffert. Dies ist von den Kommunen nicht annähernd zu tragen. Dennoch sollen überall im Kreis neue Straßen gebaut werden – Straßen, deren Bedarf mit überholten Verkehrszahlen begründet wird. Die Löcher werden, wenn überhaupt, nur notdürftig geflickt. Dies finden Kreisgrüne schizophren...
Zur Pressemeldung von heute

10. April: Mini-Ketten kündigen Kettenreaktion an

Am 10 April haben bundesweit in mehr als 50 Städten und Gemenden Mini-Ketten bei strahlendem Sonnenschein über die große Kettenreaktion am 24. April informiert und zur Teilnahme aufgefordert.

Weitere Bilder aus Geesthacht, Mölln und Wentorf finden Sie   hier.

31. März: Vorbereitungstreffen in Geesthacht

Viele Verbände, Parteien und Akteure waren wieder dabei.
Siehe dazu unsere Pressemeldung

16. März:

Nachdem die höchsten Richter des Landes die Amtsordnung für teilweise verfassungswidrig erklärt haben, sind die Auswirkungen des Urteils auch in den Ämtern des Kreises Herzogtum Lauenburg diskutiert worden. Jetzt schießen die Ämter zurück. Sie "warnen" vor Politisierung, sie schüren Angst, dass die Bürgermeister nicht mehr in den Amtsausschüssen vertreten sein werden, sie wollen die Mauschelei fortsetzen.
Eine Stellungnahme dazu in unserer Pressemeldung

15. März: Marret Bohn besucht Viktor E. Frankl Häuser

Wie wirken sich die Maßnahmen der Kosoz zur Stabilisierung der Kosten für die Eingliederungshilfe für betroffene Einrichtungen aus? Dieser Frage gingen die Grünen in der sozialtherapeutischen Einrichtung Viktor E. Frankl Häuser in Mölln nach. Zu Besuch bei uns im Kreis waren die sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Dr. Marret Bohn und ihre Mitarbeiterin Karen Bartels.   Mehr »

13. März: Kleiner Parteitag der Grünen

Gerechtigkeit Grün gestalten

„Wir sind die Partei, die die Grundnormen für unser Miteinander erarbeiten wollen, unabhängig von den Interessen einzelner Klientelgruppen", sagte die Vorsitzende der SH-Grünen, Eka von Kalben. Die Grünen Schleswig-Holsteins haben auf Ihrem Kleinen Parteitag einen grundlegenden Antrag zum Thema Gerechtigkeit verabschiedet: „Gerechtigkeit soll zur Leitlinie für die kommende Parteiarbeit unseres Landesverbandes gemacht werden".

Ein lautstarkes und buntes Signal sendete der Parteitag auch mit der Aufforderung sich an der Menschenkette zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel zur Abschaltung der Atomkraft am 24.4.2010 zu beteiligen. Die Grünen bringen sich aktiv im Aktionsbündnis ein und werden mit vielen Mitgliedern vor Ort sein.

11. März: Kreistag rettet Biogasprojekt

Tagungsort war diesmal Sandesneben

Im Herbst 2008 hatten wir den Bau einer Biogasanlage für die Bioabfälle des Kreises angeregt. In der letzten Sitzung des Regionalentwicklungsausschusses stimmten CDU und FDP gegen das Projekt. Jetzt im Kreistag die Kehrtwende: Auf der Sitzung in Sandesneben signalisierte die CDU nach Gesprächen mit SPD und Grünen doch die Bereitschaft, die Diskussion um Planung und Umsetzung aufrechtzuerhalten. Dabei zeichnet sich eine Fremdausschreibung ab. Am Ende könnte die bestehende Kompostier-Anlage in Trittau zur Biogasanlage erweitert werden. Als Betreiber bietet sich damit die Firma Buhck an, die dort jetzt schon die Kompostierung der Bioabfälle für den Kreis Stormarn umsetzt.
Zur Pressemeldung

Kreistagssitzung – Weitere Punkte   Mehr »

4. März: Durchfahrtverbot für LKW

Der Druck aus der Bevölkerung bringt die CDU in Zugzwang: Jetzt endlich, nach sechs Monaten heftigen Protestes lenkt das Ministerium ein. Es hat die Sperrung des Durchgangsverkehrs in Lauenburg für LKW über 12 t ab der nächsten Woche angekündigt. Der zaghafte Versuch, den Bürgern mit einem "Pflüsterasphalt" eine Scheinlösung anzubieten, wurde mit Gelächter quittiert. Die betroffenen Anwohner haben sich nicht länger hinhalten lassen.

Unsere Befürchtung ist jedoch, dass auf längere Sicht eine Mautanlage installiert und das Durchfahrbot wieder aufgehoben wird. Langfristig wird die CDU mit Sicherheit eine Umgehungsstraße in Aussicht stellen. Schon heute finden sich entsprechende Presseberichte. Das Unsinnige daran: Mit der A24 ist eine gute Straßenverbindung nach Osten vorhanden. Da macht es keinen Sinn, entlang der alten B5 weitere Betonwege durch die Natur zu legen.

Siehe auch unsere Pressemeldung

3. März: Stiftungspräsident lässt Ausschuss sitzen

Die Mitglieder des Bildungs- und Kulturausschusses warten schon seit zwei Sitzungen vergebens auf den Bericht der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Der Stiftungspräsident sagte jeweils kurzfristig ab. Vor der Kommunalwahl 2008 hatte die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit der Stiftung die Kulturgelder des Kreises übertragen und damit auch der Kontrolle durch die Selbstverwaltung entzogen. Dennoch besteht die Verpflichtung einer Berichterstattung.

Siehe dazu unsere Pressemeldung

2. März: Was ist mit Krümmel?

Der Chef des schwedischen Energieunternehmens Vattenfalls, Lars Göran Josefsson, hat angekündigt, dass man die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel voraussichtlich nicht mehr im Jahr 2010 ans Netz nehmen werde, da man die zwei AKW vor einer erneuten Wiederinbetriebnahme „auf den höchstmöglichen Sicherheitsstandard“ bringen wolle.

Diese Aussage macht nicht nur stutzig, sie lässt bei uns alle Alarmglocken schrillen.   Mehr »

Für Details klicken Sie bitte jeweils auf die Termin-Überschriften.

17. September, Mölln

Atomkraft?
Ich bin doch nicht blöd!
Diskussion mit Bärbel Höhn und Konstantin von Notz
Mölln, Quellenhof, 19 Uhr

18.09.2010

Atomkraft: Schluss jetzt!

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen werden wir am 18. September 2010 ab...

Termine der GAL Hamburg

Termine der GAL Hamburg finden Sie  hier.

Atomkraft: Schluss jetzt! - Großdemo und Umzingelung am 18. September in Berlin
Freiheit statt Angst! Datenschutzdemo am 11. September in Berlin, Potsdamer Platz, 13:00 Uhr
SCHWARZ-GELBEN ATOMPUTSCH VERHINDERN! SCHREIB DEINEM ABGEORDNETEN!
Meine Kampagne: GENKARTOFFEL? KOMMT NICHT IN DIE TÜTE!

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